impressum   |   kontakt   |   disclaimer
home

theorie

trainingsaufbau ...

themen

online - hundeschule!?

lernbiologie

signale

dummyarbeit

trainingsaufbau

welpen

kind und hund


lenas trainingstagebuch

 

informationen sammeln
Mittlerweile gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, sich über Methoden der Hundeausbildung zu informieren. Sie können sich in Internetforen mit anderen Interessierten austauschen, Sie können Seminare oder Kurse besuchen oder Trainer engagieren. Außerdem gibt es Bücher, auch jüngsten Datums, die nicht nur präzise Trainings beschreiben, sondern auch moderne lernbiologische Hintergründe des Hundes berücksichtigen.

Obwohl Sie in diesen Informationsquellen viele Gemeinsamkeiten bezüglich der Methodik finden werden, werden Sie auch immer wieder auf unterschiedliche Auffassungen zu Trainingsinhalten und Vorgehensweisen stoßen.

Die Entscheidung, welche Variante Sie bei Ihrem Hund umsetzen möchten, ist oftmals gar nicht leicht. Hat man sich für eine Methode, also für einen Trainingsaufbau, entschieden, steht man gleich vor den nächsten Problemen: Hat man den Trainingsaufbau und seine Hintergründe, also das "Warum", richtig verstanden? Und kann man sich, wenn man dann endlich mit dem Hund auf der Wiese steht, an alle Einzelheiten des auf der Couch gelesenen, großen Plans erinnern? Hat man Wichtigstes vielleicht überlesen oder überhört?

Was hat der Trainer noch einmal gesagt? Wie soll ich Fluffy das Dummy noch gleich abnehmen? Von oben? Von unten oder erst einmal gar nicht? Und muss der Hund dabei "Bitte schön!" sagen?

Sie merken schon, Sie können sich eigentlich nicht genug informieren. Je mehr Methoden Sie kennen, umso eher können Sie Gemeinsamkeiten verschiedener Trainingsansätze erkennen, und einschätzen, wie allgemein anerkannt eine Methode ist. Mit der Kenntnis vieler Methoden, haben Sie auch die Möglichkeit, eine persönliche Wahl zu treffen, welche Methode Ihnen am nachvollziehbarsten erscheint oder welche Methode Sie auf keinen Fall anwenden möchten.

Wenn Sie dann mit dem Hund trainieren wollen, überlegen Sie sich vorher möglichst genau, wie dieses konkrete Training aussehen soll, damit Sie nicht Gefahr laufen, den Hund mehr zu verwirren, als zu trainieren. Gehen Sie nicht ohne konkrete Überlegungen zum Ablauf und zu Trainingsschwerpunkten in ein Training.

Eine großartige Möglichkeit bietet Ihnen auch das Beobachten anderer Handler beim Training. Denn hier können Sie versuchen, schlüssigen Umgang mit Hunden nachzuvollziehen, aber auch Fehler erkennen und versuchen diese in Ihrem Training zu vermeiden.

informationen sammeln

trainingspartner

trainingsmotivation des hundes

trainingspartner
Sie werden immer wieder auf Probleme in der Ausbildung stoßen und damit umgehen müssen. Einige dieser Probleme werden relativ leicht zu beheben sein, einige werden sich von alleine in Luft auflösen, wieder andere werden vielleicht auch noch in weiter Zukunft nicht von Ihnen zu lösen sein.
Dabei trifft das Wort "Probleme" die Sache in meinen Augen nicht im Ansatz. Es müsste vielmehr Herausforderungen oder Aufgaben oder dergleichen heißen. Denn das ist es doch, was die Beschäftigung mit Hunden so großartig macht.

Wären Hunde so programmierbar wie Computer und so vorhersehbar wie Maschinen und würde sich Training auf das Eingeben von Daten beschränken, die per Knopfdruck abrufbar wären, ginge doch jeder Reiz, sich mit einem Lebewesen zu beschäftigen, verloren.

Einige der großartigsten Momente hatte ich mit Hunden, wenn wir mit Gleichgesinnten auf der Wiese standen und diskutierten, wie man was umsetzen könne, um weiterzukommen. Methoden besprechen, Trainings hinterfragen, gemeinsam Vorgehensweisen erarbeiten oder verwerfen.

Suchen Sie sich ehrliche, offene Trainingspartner, die offen erklären welche Methoden sie anwandten und die diskussionsbereit erläutern, was sie bei sich und bei anderen im Training gut und was sie weniger gut finden.

Der ein oder andere meiner Trainingspartner, der seine Ansichten hier an verschiedenen Stellen vielleicht wiedererkennt, möge mir verzeihen, wenn ich hier wiederhole, welche Methoden ich gut und welche ich weniger gut finde und warum. So oder so bin ich allen Beteiligten zu größtem Dank verpflichtet, da ohne diese zahlreichen Diskussionen ein Weiterkommen im Training gar nicht möglich gewesen wäre. Die einzig selig machende Methode gibt es eh nicht. Lassen Sie sich also nicht von Handlern oder Hunden zu sehr beeindrucken, von denen behauptet wird, sie seien nahezu perfekt. Berichte, Fotos und Videos sind sehr geduldig und veranschaulichen in vielen Fällen einen perfekten Verlauf einer übung. Wie viel Arbeit, wie viele Rückschläge, wie viel Einfühlungsvermögen und wie viel Beschäftigung in Theorie und Praxis jedoch gerade hinter einem nahezu perfekten Mensch-Hund-Team stecken, bleibt oftmals unerwähnt.

Könnte ich Ihnen mit dem folgendem Foto verkaufen, dass meine Hündin (auf diesem Foto 11 Monate alt), auch bei relativ hoher Ablenkung, sicher im "Sitz" wartet, wenn ich ihr dies abverlange?

Top-Ausbildung?
Lena ist steady.

Wenn Sie sonst auch alles glauben, was Sie lesen, dann klicken Sie doch einmal hier.

Oder würden sie mir abnehmen, dass Lena auf dem folgenden Foto brav darauf wartet, endlich die Freigabe von mir zu erhalten, das Dummy aufnehmen zu dürfen?

Top-Ausbildung?
Lena wartet brav.

Klicken Sie doch einmal hier. Sie werden überrascht sein.

Verlangen Sie Offenheit von Ihren Trainingspartnern. Lassen Sie sich beim Training von anderen genau beobachten und bitten Sie um Korrekturen schon während einer übung oder direkt danach. Mir hat dies immer wieder ungemein viel gebracht und nach anfänglichem, verständlichem Zögern auch Fehler der anderen deutlich anzusprechen, hatte ich später oftmals den Eindruck, dass auch das Vertrauen unter den Trainingspartnern zunehmend wächst. Probleme können Sie nur bewältigen, wenn Sie offensiv damit umgehen und versuchen diese klar zu benennen.

Lassen Sie sich von niemandem unter Druck setzten und setzen Sie vor allen Dingen Ihren Hund nicht unter Druck. Was Nachbars Lumpi schon so alles kann oder was die Wurfgeschwister schon alles draufhaben, bringt Sie und ihren Schnuffi nicht ein Zentimeterchen weiter. Vergleiche an falscher Stelle und der daraus oftmals resultierende Frust bewirken eher das Gegenteil. Diskutieren Sie nicht über Leistungsstände der Hunde. Diskutieren Sie lieber über liebevolle Methoden, die andere Hunde weitergebracht haben.
Haben Sie Spaß an der Sache. Das wird Sie und Ihren Jiffjiff weiterbringen.

trainingsmotivation des hundes
Es gibt unzählige Situationen die deutlich belegen, dass der Hund Handlungsketten, die wir regelmäßig ausführen, wiedererkennen kann. Schon zu Beginn solcher Handlungsketten erinnert der Hund die gesamte Kette und hat offensichtlich ein Bild vom weiteren Verlauf unserer Handlungen vor Augen.
Nur aufgrund des Geräusches Ihrer Haustürschlüssel, verlässt der Hund seinen Schlafplatz, wird unruhig, ist mit jeder Faser seines Körpers auf Sie konzentriert, läuft vielleicht zur Haustür. Sie haben weder Jacke, noch Schuhe an, haben die Türen geschlossen, den Hund unangeleint und dennoch hat der Hund eine Vorstellung von dem, was gleich geschieht.
Wie oft konnten wir beobachten, dass der Hund nach kurzem Spaziergang vor dem Auto verharrte, nicht unmittelbar einsteigt und wie oft meinten wir dabei die Frage in den Augen des Hundes lesen zu können, ob das tatsächlich alles gewesen sein sollte und ob es uns sonst noch ganz gut ginge, wenn wir jetzt schon nachhause wollten.

Der Hund prognostiziert oftmals unsere wahrscheinlich nächste Aktion in der ihm bekannten Handlungskette und verhält sich entsprechend. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, wir dürfen nicht den Fehler machen und den Hund allzu sehr vermenschlichen. Wie sehr es sich in diesen Situationen tatsächlich um einen logischen Schluss handelt, den der Hund vollzieht und ob hier nicht lediglich konditionierte Muster abgerufen werden, ist aber für die weiteren Überlegungen nicht relevant. Relevant ist nur, dass der Hund die Gesamtsituation wiedererkennt und daraufhin ein entsprechendes Verhalten, eine entsprechende Motivation, eine entsprechende Stimmung zeigt.

Für den effektiven Trainingsaufbau scheint es daher sinnvoll, eine für den Hund angenehme Trainingsatmosphäre zu schaffen, damit er auch hier, in gegebenem Fall, Handlungsketten wiedererkennt, die eine motivierte Grundstimmung in ihm auslösen.
Besonderes Augenmerk sollte zum Beispiel auf den Schwierigkeitsgrad einer jeden Übung gelegt werden. Der weitaus größere Teil aller Übungen sollte der Hund ohne Fehler ausführen können. Hinterfragen Sie daher jedes Steigern von Schwierigkeitsgraden oder das Einführen von Ablenkungen während der Hund eine Übung ausführt. Ein Zwischenschritt im Training, mit dem die nächste Schwierigkeitsstufe erreicht werden soll, der sich aber später vielleicht als überflüssig herausstellt, ist allemal besser, als ein zu schnelles Vorgehen, bei dem der Hund viele Fehler macht und aufgrund Ihrer Korrekturen früh die Motivation verliert.

Auch durch ein sinnvoll gestaltetes Ende einer Trainingseinheit können Sie die Trainingsmotivation des Hundes für die Zukunft positiv beeinflussen. Beenden Sie daher das Training immer nachdem der Hund eine Übung sehr schön ausgeführt hat. Führt der Hund Ihre für den Abschluss des Trainings geplante Übung nicht so schön aus, dann hängen Sie noch eine einfache Übung an, von der Sie sich sicher sind, dass der Hund sie gut bewältigen kann und freuen sich ganz besonders über den erfolgreichen Abschluss des Trainings.
Tendenziell sollten Sie versuchen ein Training zu beenden, wenn es gerade richtig gut läuft und wenn der Hund hochmotiviert scheint, eine Übung ein weiteres Mal auszuführen. Es besteht eine kleine Chance, dass der Hund den Eindruck hoher Motivation und einer besonders gelobten, letzten Ausführung abspeichert, wenn er die Trainingssituation verlässt. In günstigsten Fall erinnert er diesen positiven Eindruck, wenn er das nächste Mal von Ihnen in eine Trainingssituation geführt wird.

Bitte denken Sie daran, dass vermutlicher Weise auch Hunde sogenannte Tagesformen besitzen und sich aus eventuell nicht erkennbaren Gründen auch einmal einfach nur zum Beispiel schlecht konzentrieren können. Erkennen Sie dies, scheuen Sie sich nicht davor, den Hund unmittelbar eine einfache Übung ausführen zu lassen und ein Training abzubrechen.
Das nächste erfolgreiche Training kommt bestimmt. :-)

Warum Sie, auch nach der schlechtesten Trainingleistung, einem Hund gegenüber niemals nachtragend sein dürfen, erfahren Sie unter dem Menüpunkt Lernbiologie und dort unter anderem unter dem Begriff Timing.

o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o