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Oft wird empfohlen keine Pfeife aus Horn oder Holz zu kaufen. Aufgrund ihres Herstellungsverfahrens und der Beschaffenheit des Materials, hat hier jede Pfeife einen individuellen einzigartigen Ton. Verlieren Sie die Pfeife und kaufen eine neue, kann der Hund in den ersten Tagen Umstellungsprobleme haben. Außerdem sind diese Pfeifen oftmals relativ teuer.
Ich persönlich würde auch keine Metallpfeife einsetzen. Spätestens, wenn Sie an Wintertagen und bei Minusgraden, das erste Mal, mit der eiskalten Pfeife, nach Benutzung, ein kleines Hautstückchen aus Ihren Lippen gerissen haben, werden Sie meiner Meinung sein. ;-)
Die Kunststoffpfeifen von ACME sind wohl sehr häufig verwendete Pfeifen bei der Retrieverarbeit. Diese haben eine kleine Wulst am Mundstück, um sie mit den Zähnen einfach im Mund halten zu können. Bewährt hat sich die Pfeife an einem Band um den Hals zu tragen, um sie immer griffbereit zu haben.
"Nurtonpfeifen" sind Pfeifen, die keinen Triller haben. Meines Erachtens sind zusätzliche Pfeifen mit Triller oder Doppeltonpfeifen (2 Pfeifen in einer - Triller und Nurton) nicht nötig. Bei der Ausbildung bzw. beim Handeln hat man genug mit anderen Dingen zu tun und will nicht auch noch darauf achten, ob man gerade die "richtige" Pfeife im Mund hat.
Die Ziffern 210½ , 211½ und 212, die auf den ACME - Pfeifen zu lesen sind, stehen für die unterschiedlichen Frequenzen. Die 212 ist die lauteste, wobei man sagen muss, dass das Hundegehör dies wohl deutlicher unterscheiden kann, als unser Gehör, denn im direkten Vergleich, konnte ich keinen Lautstärkeunterschied zwischen 211½ und 212 feststellen. Das hörbare Frequenzspektrum ist beim Hund eben ein anderes.
Die 212 benötigt einen stärkeren Luftstrom, weswegen mir, der besseren Dosierbarkeit wegen, die 211½ besser gefällt. Die wohl leisere 210½ kenne ich nicht.
Oft wird folgende Frage gestellt: Wenn alle Hundhandler die ACME 211½ benutzen, gibt es dann nicht Probleme auf dem Hundplatz? Tatsächlich kann man immer wieder beobachten, dass Hunde sich auch bei "fremden" Pfeiftönen angesprochen fühlen. Doch das ist ersten selten und führt zweitens nicht zwangsläufig zu einem ernsthaften Problem. Viel häufiger bläst der Handler sehr individuell in die Pfeife und der Hund weiß den Pfiff sehr wohl von "fremden" Signalen zu unterscheiden. Dazu kommt noch, dass meistens nur ein Hund im Gelände arbeitet, während die anderen Hunde ruhig warten.
Wenn Sie, genauso wie ich, ein "Talent" für Ordnung und Erinnerungsvermögen haben, dann legen Sie sich besser eine zweite Pfeife mit Band ins Auto oder in Ihre Dummytasche. Oder besser noch: Legen Sie eine zweite ins Auto und eine dritte in Ihre Tasche. ;-)
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