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vom umgang mit den dummies
überlassen Sie Ihrem Hund bitte niemals ein Dummy außerhalb Ihres Trainings. Bewaren Sie die Dinger immer außerhalb der Reichweite Ihres Hundes auf. Er soll nicht damit spielen können.
Auch im Training benutzen Sie bitte immer eine Umhängetasche in der Sie die Dummies aufbewahren. Hat der Hund Ihnen ein Dummy übergeben, stecken Sie es unmittelbar in die Tasche und legen Sie es nicht einfach ins Gras. Die Dummies sollten ganz aus dem Blickfeld des Hundes verschwinden. Der Hund soll verstehen, wie wichtig Ihnen die Leinensäcke sind. Außerdem werden die Dummies so auch für ihn zu etwas Besonderem.

Gelangt der Hund doch einmal ohne Aufforderung an ein Dummy, z.B. weil es dem Handler beim Training aus der Hand fällt, können Sie manchmal beobachten, dass der Handler auf den Hund einwirkt und z.B. "Nein" sagt. Bitte vermeiden Sie so ein Einwirken unter allen Umständen, denn es ist die Aufgabe des Hundes Dummies zu finden und Ihnen zu bringen. Verknüpft der Hund in dieser Situation Ihr "Nein" mit seinem Aufnehmen des Dummies, wäre das für Ihr weiteres Training sicherlich nicht hilfreich.
Rufen Sie den Hund lieber freundlich zu sich, nehmen Sie ihm das Dummy freundlich ab und ärgern Sie sich innerlich gewaltig darüber, dass Sie nicht besser aufgepasst haben. ;-)

vom umgang mit den dummies

interview mit rupert hill

interview mit rupert hill
eine britische sichtweise zu pfeifsignalen
Vielleicht geht es Ihnen so wie mir und Sie stellen sich mitunter ebenfalls die Frage, was der Hund bei Ausbildung und Kommunikation nachvollziehen kann und was nicht und ob nicht einige unserer Methoden am Ziel vorbeischießen.

Am Tag vor einem Workingtest begehen die Organisatoren zusammen mit den Richtern das Gelände, um Prüfungsaufgaben zu besprechen und die örtlichkeiten zu begutachten. Natürlich sind oftmals auch die Hunde dabei und so kam es bei der Geländebegehung für den Workingtest "Berg und Tal 2006" zu folgender Situation:

Der britische Richter Rupert Hill warf für einen Retriever eine Markierung in die Deckung einer Tanneschonung. Von der Handlerin geschickt, lief der Hund geradlinig in das Fallgebiet, doch fand das Dummy nicht unmittelbar. Nachdem er sich zunächst etwas von der Fallstelle entfernt hatte und nun erneut in die Richtung des Dummies lief, gab die Handlerin dem Hund den Suchenpfiff.

Rupert Hill drehte seinen Kopf zur Handlerin und fraget sie, was sie denn da mache. Diese erklärte ihr Tun kurz und obwohl der Brite natürlich genau wusste, was die Handlerin da tat, schaut er freundlich zu mir, dann zur Handlerin, verdrehte die Augen und meinte, mit einem schelmischen Lächeln im Gesicht, nun weiter zu müssen.

Am Abend stand uns genügend Zeit zur Verfügung und ich hatte die Gelegenheit Rupert Hill auf die Begebenheit vom Nachmittag anzusprechen und ihn zu fragen, welche unterschiedlichen Pfeifsignale er bevorzugt und warum. Dabei vertrat er folgende Meinung:

Man könne überlegen, ob es nicht besser sei, nur zwei, sich voneinander unterscheidende Pfiffe bei der Dummyarbeit einzusetzen - den Stoppfiff und den Kommpfiff - und um den Hund im Gebiet der Fallstelle zu veranlassen, seine Nase einzusetzen, ein Wortkommando zu benutzen.

Er erklärte, dass er gerade in seiner Funktion als Richter immer wieder beobachten könne, dass die Hunde, denen der Suchenpfiff gegeben wird, sich setzen bzw. stehen bleiben oder zurück in Richtung des Handlers laufen.

Das Problem der Hunde läge darin, dass sie bereits nach Wahrnehmung des ersten kleinen Pfeifengeräusches versuchen würden, dieses zu interpretieren. Da aber gerade beim Suchenpfiff mit Vorliebe Pfeifsequenzen eingesetzt werden, besteht die Gefahr, dass der Hund nicht die ganze Sequenz abwartet, sondern, unmittelbar nach Wahrnehmung des ersten Tones, mit seiner Interpretation des Gehörten beginnt. Dies allein sei Grund genug, einmal kritisch über eine sichere Nachvollziehbarkeit dieses Pfeifkommandos für den Hund nachzudenken.
Wenn dann der Wind auch noch ungünstig stehen würde, hätte der Hund oftmals kaum mehr eine Chance, die, bei ihm ankommenden Fragmente der Pfeifsequenz, richtig zusammenzusetzen und darin die Aufforderung zum Suchen zu erkennen. Damit sei der sich setzende oder zurückkommende Hund, der den Suchenpfiff einfach nur nicht richtig gehört und infolge dessen lediglich falsch interpretiert hat, oftmals gehorsamer, als der Handler in dieser Situation mitunter vermutet.

Meine Erfahrungen reichen nicht im Ansatz weit genug, um nun den Stopppfiff grundsätzlich zu verteufeln und es gibt mit Sicherheit auch viele, gute Gründe für dieses Pfiff. Ich fand die überlegungen eines Richters, der praktisch überall in Europa, einschließlich Skandinavien, gerichtet hat, aber so interessant, dass ich Ihnen diese hier nicht vorenthalten wollte.

Achten Sie, gerade wenn Sie bei weiten Distanzen Probleme mit dem Suchpfiff haben, doch bitte einmal darauf, wie sich der Hund verhält und ob Sie vielleicht ebenfalls ein "sich setzen" oder ein Zurücklaufen in Ihre Richtung beobachten können. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir von Ihren Erfahrungen berichten würden.

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