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"mit hunden sprechen" jan fennell
Ich habe die Autorin noch nicht live mit Hunden erlebt, doch ich bin überzeugt davon, dass ihr Umgang mit Hunden großartig ist und das meine ich durchaus ernst. Ihre überzeugung dem Hund eine Leitfigur sein zu müssen, an der er sich orientieren kann und die Befürwortung einer Ausbildung des Hundes und eines Zusammenlebens mit ihm, ohne jede Härte, finden sicherlich weitläufig und auch meinen Zuspruch. Dies vermittelt Fennell hier ohne Zweifel. Das Buch hat mich dennoch auf ganzer Linie enttäuscht. Ihre Methoden basieren auf der pauschalen Theorie, dass der Hundehandler der dominante Chef des "Rudels" sein muss. Das ein Alphawolf nicht der aggressive Machtinhaber, sonder viel eher der weitsichtige Souverän ist, der eben nicht immer als erster frisst oder immer dem Rudel voranschreitet, ist leider noch nicht bis zur Autorin vorgedrungen. Ihre einzige Methode beschreibt sie auf wenigen Seiten und diese besteht aus lediglich 4 Themengebieten. Der Handler hat die Macht der Nahrungsbeschaffung und soll immer vor dem Hund fressen, respektive essen. Der Handler soll den Hund 5 Minuten ignorieren, wenn der Handler z.B. nachhause kommt. Der Handler soll beim Spazieren die Führung übernehmen und er soll Gefahren abwenden. Glauben Sie es oder nicht, grob skizziert ist das der ganze Inhalt des Buches. Damit löst die Autorin dann im Verlauf des Buches, meistens innerhalb weniger Stunden und mit fantastischem Erfolg, alle möglichen Mensch-Hund-Probleme. Parallelen zu den Ausbildungsmethoden vom Pferdeflüsterer Monty Roberts, man höre und staune, sind nicht ein einziges Mal beschrieben. Der schrieb nur ein nichtsagendes Vorwort, bei dem man den Eindruck haben könnte, dass er die Frau oder ihre tatsächliche Ausbildungsmethoden kaum kennen gelernt hat. Sachliche Fehler, wie ein beschriebener "11 Monate alter Welpe" oder dass Trennungsängste für die Autorin mit Wut des Hundes, offenbar aber nicht mit Angst zu tun haben oder dass die auf dem Umschlag erwähnten "zahlreichen Abbildungen" 15 mehr oder weniger kontextfreie, zum Teil unfreiwillig komische, in der Buchmitte aneinandergereihte Fotos sind oder das Fehlen jeder Art von Glossar oder Register, verbessern den Gesamteindruck nicht gerade. Geld und Zeit sparen. Anderes Buch kaufen! |

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